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La Ciaspolada im Val di Non: über 50 Jahre alt und kein bisschen müde!

Es ist so weit: Am 4. Januar findet die 52. Ausgabe des legendären Sportereignisses La Ciaspolada statt! Wie bitte? Das wusstest du nicht? Dann erzähle ich dir eine Geschichte, die vor über einem halben Jahrhundert begann.

La Ciaspolada ist über 50 Jahre alt – genau genommen 52!

Man kann mit Recht sagen, dass La Ciaspolada die Mutter aller Schneeschuh-Wettkämpfe ist.
Sie entstand 1972 aus der Idee eines brillanten Mannes aus dem Val di Non, Alessandro Bertagnolli. Als er einige Einwohner von Tret im oberen Val di Non beobachtete, die mit Schneeschuhen durch verschneite Wälder gingen, um hungrige Rehe zu füttern, kam ihm der Gedanke, dass man mit Schneeschuhen nicht nur gehen, sondern auch spielen und Wettkämpfe austragen könnte.

Gesagt, getan: Im Januar des folgenden Jahres, 1973, fand die erste „Ciaspolada“ statt. Am Start standen gerade einmal 18 Teilnehmer, und die erste Strecke durch den Ort Tret war etwa 4 km lang.
Damals gab es nur sehr wenige Schneeschuhe, weshalb man sich für ein Einzelzeitfahren entschied, damit die Teilnehmer die Schneeschuhe untereinander tauschen konnten.
Die damals verwendeten Schneeschuhe waren keineswegs leicht oder ergonomisch: Sie bestanden aus Holz und Seil und wurden an die Füße gebunden.

Diese erste Ausgabe war nur ein vorsichtiger Anfang, ein Experiment, das sich bald durchsetzte und zu einem bedeutenden Wettkampf wurde. Das Format änderte sich technisch: Man wechselte zu einem Massenstart mit gleichzeitigem Start aller Teilnehmer und dem Sieger, der als Erster die Ziellinie überquert.

Etwa ab der 10. Ausgabe wurde La Ciaspolada zu einer Veranstaltung von großer Bedeutung, verbunden mit dem berühmten Logo des Maskottchens mit Schneeschuhen. Sie war bereits in ganz Norditalien bekannt und zog Reisebusse aus vielen Städten an – insbesondere aus Bologna, mit dem sich eine enge Freundschaft zwischen Organisatoren und Gruppenleitern entwickelte.

La Ciaspolada wuchs weiter und wurde zur teilnehmerstärksten Sportveranstaltung im Trentino: von den anfänglichen 18 Teilnehmern bis zur historischen Ausgabe mit 6.343 Teilnehmern!

Heute lebt La Ciaspolada dank der Organisation der Società Podistica Novella weiter, die von einem neunköpfigen Vorstand, einem charismatischen Präsidenten und rund 400 stets engagierten freiwilligen Helfern getragen wird. Die Veranstaltung wird von allen öffentlichen Institutionen unterstützt – von den Gemeinden über die Talgemeinschaften bis hin zur Region Trentino–Südtirol und der Provinz Trient. Derzeit gibt es drei Hauptsponsoren (Melinda, Casse Rurali Trentine und Itas) sowie 19 offizielle Sponsoren.


La Ciaspolada – eine Strecke voller Schönheit

Anfang der 1990er-Jahre zog La Ciaspolada vom kleinen Dorf Tret auf die weiten Wiesen der „Pradiei“ im oberen Val di Non, zwischen den Orten Fondo und Romeno. Dieser Umzug war aus logistischen Gründen notwendig, da die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr wuchs und das kleine Tret nicht mehr ausreichte.

Im Laufe der Zeit variierte nicht nur der Austragungsort, sondern auch die Streckenlänge – abhängig vom Gelände und von der Verfügbarkeit natürlichen Schnees.
Gerade dieser Faktor wurde in den letzten Jahren entscheidend, als der Schneefall immer unzuverlässiger wurde. So kamen zunächst der Monte Roen und später die Ebene der „Regole di Malosco“ als Austragungsorte hinzu. Auf dem Monte Roen gibt es beschneite Skipisten, in Malosco eine Langlaufloipe.

Wegen Schneemangels gab es auch zwei besondere Ausgaben, die ausschließlich im Dorf Fondo stattfanden. Bei der ersten wurde ein Rundkurs geschaffen, der neunmal durch die engen Gassen über dem Rio-Sass-Canyon führte, die zweite wurde als Nachtrennen organisiert.

Der Schneemangel erwies sich letztlich als Gelegenheit für Innovationen und brachte neue stilistische Elemente für langjährige Teilnehmer.
Heute kann La Ciaspolada an drei Orten stattfinden: auf den Pradiei-Wiesen, bei den Regole di Malosco oder am Mendelpass.
Die Wahl hängt vom Schneezustand ab, wodurch Start, Ziel, Höhenunterschiede und – leicht – auch die Streckenlänge variieren (angestrebt werden mindestens 7 km pro Ausgabe).

Trotz des Klimawandels und der Tatsache, dass es zum Renntermin nicht immer geschneit hat, wurde der Schneeschuhlauf in 49 Ausgaben nur dreimal zu einem reinen Laufwettbewerb. In Notfällen konnte dank technischer Beschneiung stets eine Lösung gefunden werden – nicht nur für das Rennen, sondern auch für andere Wintersportaktivitäten.


Schneeschuhlaufen bei der Ciaspolada

Die ersten Teilnehmer der Ciaspolada waren wenige und ausschließlich Einheimische. Heute kommen Teilnehmer aus der ganzen Welt – sogar aus Australien, Neuseeland und den USA sowie aus näheren Ländern wie Frankreich, Spanien, Andorra, der Schweiz, Dänemark, Österreich und Deutschland, und natürlich aus allen Regionen Italiens.
Diese Internationalität ist auch darauf zurückzuführen, dass das Rennen 2004 und 2019 als Etappe des Weltcup-Zirkels anerkannt wurde.

In den letzten Jahren hat sich die Teilnehmerzahl bei etwa 3.000–3.500 eingependelt. Die treuesten Teilnehmer melden sich bereits Anfang Oktober an, um rechtzeitig Unterkünfte zu finden – insbesondere größere Gruppen, die Region und Strukturen bereits kennen. Hinzu kommen zahlreiche Begleitpersonen und Fans.

Rund um dieses Ereignis herrscht jedes Jahr große Begeisterung, sobald die Organisation anläuft. Wer am Start steht, spürt die Aufregung förmlich in der Luft!
Man könnte sich fragen, ob heute nur noch Athleten teilnehmen – die Antwort lautet nein. La Ciaspolada ist für alle da: für Athleten, Familien, Freundesgruppen in lustigen Kostümen (zum Beispiel als Befana) und für alle, die Outdoor-Sport lieben.


Zahlen und Namen der Ciaspolada

Die Ausgabe 2009 war die teilnehmerstärkste aller Zeiten mit 6.343 Teilnehmern aus aller Welt.
Weißt du, wie viele Menschen in über 50 Jahren an der Ciaspolada teilgenommen haben? Mehr als 150.000.
Und wie viele Kilometer insgesamt zurückgelegt wurden? Fast 350 km (7 km × 50), von Athleten und Hobbyläufern gleichermaßen!

Der Hauptunterschied zwischen den Schneeschuhläufern besteht darin, dass die Athleten besser vorbereitet sind und meist aus dem Berglauf oder Mittelstreckenlauf kommen.
Diese für das Rennen gemeldeten Athleten absolvieren ein spezielles Training auf Schnee oder – wie Luigi Pastore – sogar auf Sand. Sobald die Strecke feststeht, führen sie eine gründliche Besichtigung durch, um Höhenunterschiede, Länge und Schwierigkeit zu analysieren und ihre Kräfte optimal einzuteilen.

Zu den bekanntesten Teilnehmern dieses großen Sportereignisses zählen bei den Männern: Salvatore Bettiol, Gelindo Bordin, Orlando Pizzolato, Osvaldo Faustini, Jonathan Wyatt (Weltmeister im Berglauf) und Cesare Maestri (Weltmeister im Berglauf und vierfacher Sieger der Ciaspolada).
Bei den Frauen: Laura Foli (Marathonläuferin und fünffache Siegerin), Ludmilla Pedrova (Marathonläuferin), Maria Grazia Roberti (Weltmeisterin im Schneeschuhlaufen 2010 in Vancouver) und Annalaura Mugno (Weltmeisterin 2019).

Zu den Mehrfachsiegern zählen bei den Männern: Luigi Pastore (5), Cesare Maestri (4), Giuliano Battocletti (3), Antonio Molinari (3) und Alex Baldaccini (3).
Bei den Frauen: Laura Foli (5), Maria Grazia Roberti (4), Annalaura Mugno (3), Isabella Morlini (3) und Laila Andreu Trias (3).

Für die Hobbyteilnehmer steht etwas anderes im Mittelpunkt: Spaß zu haben und einen besonderen Tag zu erleben – allein, mit Freunden oder mit der Familie, umgeben von der Schönheit der Natur.
Und wer keine Schneeschuhe anziehen möchte, kann das Event auch als Zuschauer erleben: Das Publikum der Ciaspolada ist zahlreich, leidenschaftlich und verteilt sich entlang der gesamten Strecke!


La Ciaspolada – ganz praktisch

Die Anmeldung zur Ciaspolada ist sehr einfach: online über die offizielle Website (www.ciaspolda.it) oder für Einheimische direkt im Organisationsbüro auf der Piazza San Giovanni in Fondo. Jeder Teilnehmer erhält ein Erinnerungspräsent.
Alle Informationen und Gebühren findest du hier.

Traditionell wird die Ciaspolada am Tag vor dem Rennen mit einer Eröffnungsfeier eingeläutet, bei der die Athleten der Presse vorgestellt werden, eine Fackelwanderung stattfindet und ein großes Feuerwerk den Himmel erleuchtet.

Am Renntag starten zuerst die Teilnehmer des Wettkampfs, gefolgt von der „ludisch-motorischen“ Kategorie – ein wahrer Umzug gut gelaunter, motivierter Menschen!
Wie bei allen großen Rennen finden die Siegerehrungen direkt im Zielbereich statt, während am Nachmittag eine besondere Zeremonie für Gruppen und Kategoriensieger folgt, die mit der Verlosung der beliebten Lotterie „Versuch dein Glück mit Schneeschuhen“ endet.

Heute ist La Ciaspolada ein Ereignis, das sich jedes Jahr im Januar verändert und doch gleich bleibt. Die Strecke variiert je nach Schneelage, der Geist jedoch bleibt unverändert.
Gerade dieser Geist zieht Teilnehmer aus ganz Italien und aus rund zwanzig weiteren Ländern an und sorgt dafür, dass Medien aus aller Welt immer wieder über dieses faszinierende Rennen berichten.

Auch dank dieser Veranstaltung haben sich Schneeschuhe von einem reinen Fortbewegungsmittel für lebensnotwendige Zwecke zu einer Freizeitaktivität entwickelt – als winterliche Fortsetzung des sommerlichen Wanderns, als Möglichkeit zur Begegnung und zum Erleben der Berge, und als Ausdruck alter Traditionen.

Mach dich also bereit für den 4. Januar 2026 – mit Schneeschuhen an den Füßen. Ob du um den Sieg läufst, aus Spaß teilnimmst oder einfach als Zuschauer einen besonderen Tag erleben willst: Genau das macht die Ciaspolada aus. Sie vereint alle zu einem großen Fest und kehrt jedes Jahr zu Beginn des neuen Jahres zurück – mit ihrer ganz eigenen Magie.

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