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Einsiedeleien

Stätten der Stille und des Gebets, wo sich der menschliche Geist erheben kann und sich mittels eines perfekten Einklangs mit der Schöpfung mit der göttlichen Liebe vereinen kann.


Zwischen den Felsen und den Wäldern des Valle di Non  gibt es viele derartiger kultischer Plätze. Diese haben sich im Laufe der Jahrhunderte bewahrt, gestützt auf der kontinuierlichen Hingabe der Gläubigen. Noch heute vermitteln sie dem Besucher den Eindruck des Magischen und des Heiligen, welche sie im Laufe der Zeit ausgezeichnet haben.      



Einsiedelei von Santa Giustina

 

Der Zufluchtsort dürfte ziemlich alt sein, wenn auch keine gesicherten Nachweise für seinen Bestand vor dem XVI Jh. zu finden sind. Der Legende nach sollte er bereits ab dem 9. Jh. besiedelt gewesen sein; er soll Secondo von Trient, dem Beichtvater und Berater der Königin Theodolinda, Zuflucht gegeben haben, bis zu seinem Tod im Jahre 612. 
Seinen Namen verdankt der Ort dem langobardischen Kult für die Märtyrerin Giustina, der eine Kapelle geweiht war, die in einer natürlichen Grotte errichtet worden war und welche bis zum Jahre 1778, von einem Einsiedler behütet worden ist, der in einer angrenzenden Hütte hauste. Der Ort, Ziel vieler Wallfahrten und Prozessionen, wurde im XVIII. Jh. aufgelassen und somit dem Verfall preisgegeben.

Die Einsiedelei ist nur zu Fuß zu erreichen. Vor kurzem ist, für Wanderer welche eine Rundwanderung ab Tassullo begehen möchten, eine neue Brücke errichtet worden. Neben der Magie des Ortes ist auch das Naturreservat des Flusses Noce ein Erlebnis.
 




Einsiedelei von San Biagio

 


Die Einsiedelei von San Biagio erhebt sich auf einem gewaltigen Felsvorsprung, der zwischen den rauen Schluchten des Bachbettes des Novella, einem Nebenfluss des Noce und des in moderner Zeit künstlich angelegten Sees Santa Giustina, emporragt.
Es handelt sich um einen Baukomplex, errichtet wohl ab dem 13. Jahrhundert, dessen ältester Kern eine romanische Kappelle, die der Heiligen Jungfrau Maria geweiht ist, bildet.
Die Gewölbe derer werden von sechs monolithischen kleinen Säulen gestützt.
Die eigentliche Kirche, dem Heiligen Biagio geweiht, markiert eine Anlage aus dem 15. Jahrhundert, mit nachfolgenden Um – und Neubauten. An der Seite der Eingangstür ist ein Fresko, das den Heiligen Christophorus, den Beschützer der Pilger, zeigt, zu sehen. Die Einsiedelei liegt auf der südlichen Rückseite: die erste sichere Überlieferung geht auf das Jahr 1307 zurück und betrifft eine Streitigkeit zwischen der kleinen Kirchengemeinde von Revò und drei Nonnen, die in San Biagio wohnten.
In den ältesten Dokumenten wird die Anlage auch der „Rücken des Heiligen Lazarus“ genannt; ein Umstand, der darauf hindeutet, dass an dieser Stelle vermutlich, zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert, ein Lazarett oder besser gesagt ein Heim für Leprakranke, die dem religiösen Leben geweiht wurden, bestand.
In der darauf folgenden Zeit wurden die Kirche und die dazugehörigen umliegenden Felder wohltätigen weltlichen Bürgern oder Geistlichen und letztendlich armen Eremiten anvertraut. Im Jahre 1593 wurde die Einsiedelei in die unbeweglichen Güter des Seminars von Trento eingegliedert. Im Jahre 1658 wird die Anlage den Grafen von Arsio überlassen, die sich nunmehr um deren Instandhaltung kümmern: noch heute stechen die zwei Wappen der adligen Familie über der Eingangstür der Kirche und an der Fassade des Wohnhauses hervor.
Den letzten Eremiten stellt Lorenzo Bertolini aus Dambel dar, der im Jahre 1790 verstorben ist. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wird der Komplex in ein Bauernhaus umgewandelt. Von bedeutsamem Interesse ist die alte Brücke, die zwischen den zwei Ufern der Schlucht geschlagen wurde und die sich in einen gegliederten Straßen – und Wegenetz einfügt. Das erste Dokument, das sich auf diese Arbeit bezieht, geht auf das Jahr 1467 zurück: die Besonderheit hinsichtlich der Brücke liegt darin, dass sie von einer Tür, die mit einem Vordach versehen ist, unter dem im Jahre 1965 der Maler Carlo Bonacina ein Bild der Jungfrau mit dem Kind (Madonna col Bambino) malte, verschlossen wird. Die Kirche verwahrt ein wichtiges archäologisches Zeugnis: ein Cippus mit einer Grabinschrift aus der römischen Kaiserzeit, der in einer nicht genau bestimmbaren Zeit in den Antependium des Hochaltars eingemauert wurde.
Die ältesten prähistorischen Funde, die auf die Bronzezeit zurückgehen, kamen während Aushebarbeiten, die in den sechziger Jahren unternommen wurden, ans Licht. Einzigartig in seiner Art ist der Brunnen, der in der Mitte der Kirche gelegen ist und der sein Wasser aus einer unterirdischen Aquiferschicht schöpft. Das Altarbild des Hochaltars wird 1697 vom Kanonikus Francesco Sigismondo Graf von Arsio in Auftrag gegeben: es zeigt die Jungfrau Maria in Gloria (Vergine Maria in Gloria), die von den Heiligen Biagio, Franziskus von Assisi und Augustinus angerufen wird.
Das Bild wird dem Maler Francesco Furlanel aus Tesero zugeschrieben. Im Inneren der Kappelle bewahrt man eine hölzerne polychrome Statue, die die Jungfrau mit dem Jesuskind im Arm darstellt (Madonna col Bambino Gesù in braccio), auf: es handelt sich um eine erlesene spätgotische Arbeit, die von einem Holzschnitzmeister deutscher Abstammung gefertigt wurde.
Die Statue ist seit jeher Objekt großer Verehrung bei der örtlichen Bevölkerung. Am 3. Februar jeden Jahres begeht man in der Kirche eine religiöse Zeremonie, die im Ritus des Segens der Kehle gipfelt, als deren Beschützer San Biagio angesehen wird.  
Heute ist der Baukomplex im Besitz der Familie Facinelli, die dem Besucher Führungen durch die umliegenden Obstplantagen und einigen Weinbergen, die in Groppello bestellt werden, anbietet. Darüber hinaus ist es möglich, die Einsiedelei zu besichtigen.
Dies alles ist vorzubestellen unter der Telefonnummer 0039/347/1662990.
Die Familie Facinelli ist froh, Sie zu Gast zu haben.          


Einsiedelei von San Gallo

 

Eine beeindruckende unter den Landschaften des Valle di Non, mit Panoramateilansichten auf den Santa Giustina See, führt von dem so genannten Kap Castelaz über die so genannte „Via de Fer“ hin zur Einsiedelei von San Gallo, die geschützt von einer Grotte am linken Ufer des Wildbaches Pescara liegt.
Wenn man entlang der Obstgärten läuft, ist es noch heute möglich, die Ruinen der alten Burg der Familie der Cagnò zu erblicken. Errichtet im Laufe des 12. Jahrhunderts, geschützt in der vom Wildbach Noce geformten Schlucht, fungierte die Burg als Kontrollposten über die Straße, die zur alten Brücke, die es erlaubt, das Flussbett zu überqueren, führte.
Folgt man dem steilen Weg Richtung Nord – West, gelangt man bis zum Tal von Scanna, wo sich die Einsiedelei von San Gallo befindet. Die Ursprünge dieses geheimen Ortes der Einsiedelei, der erst kürzlich, nachdem er seit dem 18. Jahrhundert verlassen wurden war, wiederentdeckt wurde, liegen im Dunklen verborgen. Vermutlich liegen die Ursprünge schon in prähistorischer und vorrömischer Zeit.
Im Laufe des 6. und 7. Jahrhunderts wird der Ort, während der erneuten Evangelisation der Valle di Non, Sitz der Einsiedelei, die von einigen irischen Mönchschülern aus der Anhängerschaft des Heiligen Gallus gegründet wurde.  


Einsiedelei von San Pancrazio

 


Am höchsten Punkt des Ortes Campodenne, in Panoramalage gelegen, erhebt sich die anmutige kleine Kirche vom Heiligen Pankratius, ehemaliger Sitz der Einsiedelei.  
Ursprünglich sehr alt, beläuft sich die Überlieferung der Einsiedelei auf das Jahr 1361. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage von der Familie De Oliva, die ihr Wappen auf der Wand der Innenfassade prägen lassen wollte, vollständig restauriert. Im Inneren der Kirche ist ein Weihwasserbecken aufbewahrt.
Dieses geht auf das 9. Jahrhundert zurück und ist mit ursprünglich langobardischen Motiven verziert. In der Apsis befindet sich eine Malerei aus dem 18. Jahrhundert, die die Jungfrau mit dem Jesuskind (Madonna con Bambino), den Heiligen Pankratius und andere Heilige zeigt.
Unweit von der Kirche befinden sich auch das alte Wohnhaus der Eremiten und ein spätmittelalterlicher ausgetrockneter Brunnen aus Stein, der als Falle für Bären und Wölfe diente.