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Kaiserpromenade

Auf dieser für jede und jeden geeigneten Wanderung kann man einen Teil der Geschichte des Oberen Val di Non nachverfolgen. Die Strecke wird von weißen Schildern mit orangefarbenen Hinweisen und der Aufschrift „Kaiserpromenade“ markiert.

Auf dieser für jede und jeden geeigneten Wanderung kann man einen Teil der Geschichte des Oberen Val di Non nachverfolgen. Die Strecke wird von weißen Schildern mit orangefarbenen Hinweisen und der Aufschrift „Kaiserpromenade“ markiert.
Die ersten 300 Meter des Weges führen zur Staatsstraße des Tonale- und des Mendelpasses. Danach geht man auf dem Fußweg ca. 700 Meter bis zum Hotel Waldkönigin hinab (diesen Abschnitt nimmt man auch auf dem Rückweg).

Nachdem wir das Hotel Waldkönigin („Jagdresidenz“ des Kaisers Franz Joseph) von außen bewundert haben, überqueren wir die Straße und kommen nun in den Wald. Zuerst wandern wir auf der ehemaligen Trasse der alten Eisenbahn und dann über die Wiesen von Malosco, von wo aus sich ein herrliches Panorama über das gesamte Val di Non und die Magdalener Berge von der Laugenspitze bis zum Monte Pin und dann über die Berge des Val di Rabbi, Val di Sole bis hin zur Presanella (die mit ihren 3.558 m Höhe der höchste Berge des Trentino ist) bietet. Im Süden erblicken wir die Gruppe der Brenta-Dolomiten, die Paganella und den Monte Bondone. An interessanten Stellen sind Schautafeln mit einigen kurzen Erklärungen aufgestellt. 


Weiter im Wald hinter der Residenz Regina del Bosco findet man die Reste des Trassees der alten Eisenbahnlinie, die Dermulo mit dem Mendelpass verband. Die Strecke war 27 km lang, mit Schmalspur und kostete 1907 zwei Millionen Kronen. Die Arbeiten begannen am 1. Juli 1907 und endeten am 22. Juli 1909. An diesem Tag feierten die Arbeiter im Hotel Regina del Bosco. 1933 wurde sie abgebaut und ein Großteil der Wagen und Schienen wurde nach der Eroberung der afrikanischen Kolonien in der faschistischen Zeit für die Strecke zwischen Addis Abeba und Massaua in Äthiopien verwendet. Das obere Val di Non wurde auch von der Überetsch-Seite mit einer Seilbahn bedient, die heute noch in Betrieb ist und S. Antonio/Kaltern mit dem Mendelpass verbindet. Sie wurde 1903 eröffnet, in nur 12 Minuten überwindet man einen Höhenunterschied von 850 m mit einer Steigung von 64 % auf 2,4 km Länge. Es war die Zeit, in der der Mendelpass ein Ausflugsziel der Habsburger war. Zahlreiche Gebäude, neben der Villa Imperiale, zeugen davon. Am Pass gab es auch einen Golfplatz und viele weitere Bergtourismus-Aktivitäten.

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